Feuersalamander – eine grandiose Begegnung im Schwarzatal
Geplant war eine Tour zum Eberstein bei Bad Blankenburg (Thüringen) im Schwarzatal. Es regnete schon den ganzen Tag, doch zum Nachmittag nahm die Bewölkung ab und auch die Sonne blinzelte das eine oder andere Mal auf die dortigen Schieferfelsen der Nordhänge.
Bereits kurz nachdem sich der Wanderpfad dem kleinen Bach „Braunsdorfer Werre“ abwendet, trafen wir auf einen Feuersalamander am Wegesrand. Völlig euphorisch, die Kamera aus dem Rucksack fummelnd, ruft mir mein Junior, ein paar Meter weiter, seinen Fund der nächsten beiden Exemplare herüber. Es sollten nicht die einzigen bleiben…
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist unser größter, heimischer Schwanzlurch und lebt in lichten Laub- und Mischwäldern mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten im Unterholz. Saubere Quellbäche mit ruhigeren Wasserzonen runden die Habitatansprüche ab. Sie sind wichtig für die für die Aufzucht der Larven, die sie lebendig zur Welt bringen!
Um sich zu verteidigen, sondern Feuersalamander ein milchiges Sekret über Hautdrüsen ab, welches für potentielle Fressfeinde eine sehr unangenehme bis tödliche Wirkung haben kann. Dies droht seine auffällige Warnfärbung schon an und soll Angreifer abschrecken. Es handelt sich um Samandarin, das auch beim Menschen zu Hautreizungen führen kann aber sonst keine gefährliche Wirkung haben soll. Nach Kontakt sollten die Hände gewaschen, und Berührung mit Schleimhäuten vermieden werden.
Normalerweise sind diese Amphibien eher nachtaktiv aber nach ausgiebigen Regenfällen, gehen sie auch gerne am Tage auf die Jagd, sofern die Temperatur für sie angemessen erscheint.
Genau einen solchen Tag haben wir bei unserer Tour offenbar erwischt. Insgesamt waren es 17 Exemplare, die wir alleine nur vom Wanderpfad aus beobachten konnten! Ein tolles Erlebnis!















